Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres begeistern Sie. Dies wird das Jahr, in dem Sie endlich diese Terrassenüberdachung kaufen. Aber was muss man bei der Planung einer Terrassenüberdachung beachten? Eine Terrassenüberdachung ist eine Investition, an der Sie jahrelang Freude haben werden, daher ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. In diesem Artikel gehen wir alle Überlegungen mit Ihnen durch, damit Sie genau wissen, was Sie wollen und was möglich ist.

Wie werden Sie die Terrassenüberdachung verwenden?
Bevor Sie Maße nehmen oder Broschüren durchblättern, sollten Sie Ihre Wünsche genau überdenken. Wie möchten Sie die Terrassenüberdachung verwenden? Ein Frühstücksplatz für zwei Personen erfordert andere Maße als ein Essbereich für die ganze Familie. Möchten Sie auch abends oder bei leichtem Regen dort sitzen? Dann könnten Glasschiebewände interessant sein. Denken Sie auch an die Zukunft: Möchten Sie die Terrassenüberdachung später beispielsweise um eine Glasschiebewand oder einen Sonnenschutz erweitern können?
Diese Fragen bestimmen im Großen und Ganzen die Form und Größe Ihrer Terrassenüberdachung, aber auch die Art des Daches und das erforderliche Fundament sind wichtige Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Eine Terrassenüberdachung mit Glasdach ist beispielsweise schwerer als eine Variante aus Polycarbonat, was sich auf den Untergrund auswirkt.
Der Platz in Ihrem Garten
Der Standort bestimmt zu einem großen Teil, wie viel Spaß Sie an Ihrer Terrassenüberdachung haben werden. Berücksichtigen Sie dabei unbedingt die Umgebung: den Lichteinfall, eventuelle Hindernisse im Garten und die Grundstücksgrenze zum Nachbarn.
Sonnenlage
Ist Ihr Garten nach Süden ausgerichtet? Dann kann es unter einer Terrassenüberdachung ziemlich warm werden. Entscheiden Sie sich in diesem Fall für opales Polycarbonat oder Milchglas oder wählen Sie ein Lamellendach, mit dem Sie den Lichteinfall regulieren können. Bei einem nach Norden ausgerichteten Garten möchten Sie hingegen so viel Licht wie möglich hereinlassen, sodass klares Glas oder Polycarbonat ideal ist.
Hindernisse und Einschränkungen
Überprüfen Sie den vorgesehenen Standort auf praktische Aspekte. Befindet sich dort ein Regenrohr? Muss eine Außenlampe versetzt werden? Befinden sich Kabel oder Leitungen im Boden? Überprüfen Sie dies immer, bevor Sie mit den Fundamentarbeiten beginnen. Achten Sie auch auf die Höhe: Befindet sich dort ein Fensterrahmen, eine Dachkante oder eine Markise, unter der Ihre Überdachung hindurchpassen muss?
Privatsphäre und Aussicht
Überlegen Sie, wie sich die Terrassenüberdachung auf Ihren Garten auswirkt. Werden Sie später auf eine blinde Wand oder auf den Garten blicken? Und wie sieht es mit der Einsehbarkeit durch die Nachbarn aus? Durch eine geschickte Positionierung der Terrassenüberdachung schaffen Sie eine geschützte Ecke. Ein Tipp: Zeichnen Sie die Konturen Ihrer Terrassenüberdachung mit Straßenkreide oder einem Gartenschlauch vor. So sehen Sie sofort, wie sie wirkt.
Genehmigung und Vorschriften
Es ist ein häufig gemachter Fehler: erst bestellen, dann bei der Gemeinde nachfragen. Machen Sie es umgekehrt. In Deutschland sind die Vorschriften für Terrassenüberdachungen im Allgemeinen etwas strenger als in den Nachbarländern. Außerdem ändern sich die Vorschriften für Bauwerke, darunter auch Terrassenüberdachungen, regelmäßig. Informationen, die Sie online finden, sind daher nicht immer blind vertrauenswürdig.
Allgemeine Richtlinien
Ob Sie für eine Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung benötigen, hängt in erster Linie vom Bundesland, den Abmessungen der geplanten Überdachung sowie von allgemeinen Vorgaben aus dem Bau- und Nachbarrecht ab. In vielen Bundesländern ist der Bau unter bestimmten Voraussetzungen auch genehmigungsfrei (verfahrensfrei) möglich – vorausgesetzt, die zulässige Größe wird nicht überschritten und alle weiteren Bedingungen werden eingehalten. Neben Länge, Tiefe und Fläche spielen oft auch Faktoren wie der Abstand zur Grundstücksgrenze, die Höhe, die Bauweise sowie mögliche Auswirkungen auf Nachbargrundstücke eine Rolle. Da die Regelungen je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich sein können, sollten Sie sich vor Baubeginn immer bei Ihrer Gemeinde, dem zuständigen Bauamt oder der Baubehörde informieren, welche konkreten Vorgaben für Ihr Vorhaben gelten und ob zusätzlich eine Genehmigung oder eine schriftliche Zustimmung der Nachbarn erforderlich ist.
Immer kurz überprüfen
Diese Regeln sind Richtlinien. Wenden Sie sich immer an Ihre Gemeinde, bevor Sie bestellen. Dort kann man Ihnen oft sofort Auskunft geben und ist gerne bereit, mitzudenken. So vermeiden Sie später unangenehme Überraschungen. Lesen Sie auch unseren ausführlichen Artikel über Genehmigungen für Terrassenüberdachungen, um umfassende Informationen über den genehmigungsfreien Bau einer Terrassenüberdachung zu erhalten.
Ihre Terrassenüberdachung ausmessen
Haben Sie den Standort festgelegt und grünes Licht von der Gemeinde erhalten? Dann ist es Zeit für die Vermessung. Eine genaue Vermessung verhindert Enttäuschungen bei der Lieferung.
Breite, Tiefe und Höhe
Messen Sie die Breite von Wand zu Wand oder von Zaun zu Zaun und notieren Sie das schmalste Maß. Anschließend messen Sie die Tiefe: Wie weit darf die Überdachung in Ihren Garten hineinragen? Messen Sie die Höhe bis zum niedrigsten Punkt, an den die Terrassenüberdachung stößt, z. B. einen Fensterrahmen oder eine Dachkante. Verwenden Sie ein Maßband und eine Wasserwaage und notieren Sie alles. Lassen Sie Ihre Messungen vorzugsweise von jemand anderem überprüfen.
Welcher Dachtyp passt zu Ihnen?
Die Wahl der Dacheindeckung ist vielleicht die wichtigste Entscheidung. Jeder Typ hat seine eigenen Eigenschaften, die zu unterschiedlichen Situationen und Wünschen passen.
Polycarbonatdach
Ein Polycarbonatdach ist leicht, schlagfest und die günstigste Option. Sie haben die Wahl zwischen klar (mehr Lichteinfall, ideal für Nordlagen) oder opal (mehr Schatten, ideal für Südlagen). Polycarbonat lässt sich bei Bedarf leicht selbst zuschneiden.
Glasdach
Ein Glasdach sorgt für ein luxuriöses Aussehen und maximale Lichtdurchlässigkeit. Sie haben die Wahl zwischen klarem Glas oder Milchglas für mehr Privatsphäre. Glas ist schwerer, achten Sie also auf das Fundament. Es passt gut, wenn Sie später Glasschiebewände einbauen möchten.
Lamellendach
Ein Lamellendach bietet maximale Flexibilität. Die Lamellen lassen sich bis zu 135 Grad neigen, sodass Sie Sonneneinstrahlung und Belüftung vollständig regulieren können. Ideal, wenn Ihr Garten viel Sonne abbekommt und Sie nicht auf separate Sonnenschutzvorrichtungen angewiesen sein möchten. Beachten Sie jedoch, dass ein Lamellendach grundsätzlich nur als freistehende Überdachung möglich ist.
Den Untergrund beurteilen
Ein stabiler Untergrund ist für eine Terrassenüberdachung, die jahrelang stabil stehen soll, unerlässlich. Beurteilen Sie im Voraus, was Sie haben und was Sie benötigen.
Bestehende Terrasse
Haben Sie eine Terrasse aus Beton oder Keramikfliesen auf einem festen, ebenen Untergrund? Dann ist oft kein separates Fundament erforderlich. Bitte beachten Sie: Normale Betonfliesen sind zu spröde und können unter dem Gewicht Risse bekommen.
Fundament erforderlich?
In vielen Fällen sind Betonfundamente empfehlenswert, insbesondere bei einem Glasdach oder einem weniger stabilen Untergrund. Haben Sie Lehm- oder Moorboden? Dann besteht ein erhöhtes Risiko für Bodensenkungen. Ein gutes Fundament bietet in diesem Fall zusätzliche Sicherheit. Möchten Sie später Glas-Schiebewände hinzufügen? Dann ist ein Fundament schon jetzt sinnvoll.
Budget und Optionen
Terrassenüberdachungen gibt es in vielen Preisklassen. Legen Sie vorab Ihr Budget fest und überlegen Sie sich, welche Optionen Sie jetzt und welche Sie eventuell später wünschen. Wägen Sie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen sorgfältig ab.
Grundpreis und Mehrarbeit
Der Preis hängt von der Größe, der Art des Daches und den gewählten Optionen ab. Eine Terrassenüberdachung aus Polycarbonat ist günstiger als Glas, ein Lamellendach hingegen teurer. Berücksichtigen Sie auch eventuelle Kosten für ein Fundament, Beleuchtung oder Schiebewände.
Jetzt oder später erweitern
Das Schöne an einer modularen Terrassenüberdachung ist, dass Sie sie später erweitern können. Glasschiebewände, LED-Beleuchtung, Sonnenschutz oder Streben: Sie müssen nicht alles auf einmal kaufen. Es ist jedoch ratsam, dies bereits jetzt in Ihrer Planung zu berücksichtigen. Nur Betonfundamente können nicht nachträglich montiert werden.
Checkliste für Ihre Planung
Zusammenfassend gesagt, führen Sie vor Ihrer Bestellung folgende Schritte durch:
- Überlegen Sie, wie Sie die Terrassenüberdachung verwenden möchten.
- Legen Sie die passenden Maße fest.
- Bestimmen Sie den besten Standort in Ihrem Garten unter Berücksichtigung von Sonneneinstrahlung, Privatsphäre und Hindernissen.
- Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob Sie ohne Genehmigung bauen dürfen.
- Messen Sie den Raum genau aus und wählen Sie die richtige Standardgröße.
- Legen Sie Ihr Budget einschließlich eventueller Optionen fest.
- Wählen Sie die gewünschte Konfiguration und insbesondere die für Ihre Situation geeignete Dachdeckung.
- Beurteilen Sie den Untergrund und entscheiden Sie, ob Sie ein Fundament benötigen.
Mit dieser Vorbereitung können Sie vertrauensvoll bestellen und wissen genau, was Sie erwarten können. Haben Sie Fragen oder wünschen Sie eine Beratung? Besuchen Sie den Showroom oder wenden Sie sich an den Kundenservice, der Ihnen sieben Tage die Woche zur Verfügung steht.
